Corona-Hilfen: Viele Neuerungen (Stand: 04.02.21)

Vieles ist neu bei den Coronahilfen:

  • Verlustrücktrag: Der Verlustrücktrag für 2020 und 2021 wird i.d.R. auf maximal 10 Mio. Euro angehoben.
  • Überbrückungshilfe II: Die Verlustrechnung bzw. der Verlustnachweis als Fördervoraussetzung ist nur noch erforderlich, wenn die Gesamtförderung bei 1,8 Millionen Euro und mehr liegt.
  • Überbrückungshilfe III: Kann noch nicht beantragt werden. Viele Änderungen in den Details. 30% Umsatzeinbruch sind die Beantragungsvoraussetzung, für jeden Monat einzeln (Nov 20-Jul 21). Neu: Für Digitalisierung können einmalig 20.000 Euro als ansetzbare Fixkosten angesetzt werden – wer sich einen Onlineshop bauen lässt, bekommt also effektiv einen Zuschuss. Winterware o.ä. darf bis 100% Abschreibung als Fixkosten eingerechnet werden, das gilt dann aber nur für Händler, die 2019 Gewinn UND 2020 Verlust gemacht haben.
  • Überbrückungshilfe II und die Überbrückungshilfe III überschneiden sich. In NRW bewilligt das Land NRW zusätzlich bis zu 4 Monate lang je 1.000 Euro „Unternehmerlohn“
  • Neustarthilfe: Wird von 5.000 auf maximal 7.500 Euro angehoben, dafür muss allerdings der Umsatz Jan-Jul 2021 um mind. 60% ggü. dem halben Jahresumsatz 2019 einbrechen. Faustformel: Die Förderung beträgt 25% des Jahresumsatzes 2019, gedeckelt bei 7.500 Euro.
  • Grundsicherung: Der Zugang ist aktuell erleichtert (höhere Vermögensfreigrenzen etc.). Das bleibt so bis 31.12.2021 – analog zum Kurzarbeitergeld.
  • Umsatzsteuer: Die Gastronomie behält den niedrigeren Steuersatz von 7% bis 31. Dezember 2022 (kein Tippfehler: 2022). Gilt auch für alle Speisen, aber nicht für Getränke.
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